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Das 171. literarische Menü - „Platero und ich“

Samstag, 22.04.2023, 19:00 Uhr

Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968)
Platero und ich
Für Sprecher und Gitarre op. 190
Text: Juan Ramón Jiménez (1881-1958)


Über das Werk
Die Prosadichtung „Platero und ich“ (Platero y yo) schrieb Juan Ramón Jiménez zwischen 1907 und 1916. Nach längerer Abwesenheit war der an Depressionen und Todesangst leidende Autor zurückgekehrt in seine andalusische Heimat und stellte dort fest, wie sehr sich sein Blick auf das Alltägliche, auf Natur und Menschen verändert hatte. In der Geschichte des silberfarbenen Esels verarbeitet er Kindheitserinnerungen und neue Einsichten über Schönheit
und Vergänglichkeit des Lebens.
1956 wurde ihm „für seine lyrische Dichtung, die in spanischer Sprache ein Vorbild von hoher Geistigkeit und künstlerischer Reinheit bildet“ der Literaturnobelpreis verliehen.
1960 vertonte der aus Florenz stammende Komponist Mario Castelnuovo-Tedesco insgesamt 28 Episoden des Buches in einer sehr lyrischen, bildhaften, manchmal sogar lautmalerischen Tonsprache. Er geht sehr genau auf den Text ein, illustriert ihn aber nicht nur, sondern deutet seine Stimmungen aus und führt sie phantasievoll weiter.

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